Was Sie für einen erfolgreichen Kreditantrag brauchen
Welche Voraussetzungen brauche ich für einen Kredit?
Bevor Sie einen Kredit beantragen, sollten Sie wissen, welche Anforderungen die Banken stellen. Die gute Nachricht: Die Voraussetzungen sind für die meisten Arbeitnehmer gut erfüllbar. In diesem Ratgeber erfahren Sie alles Wichtige zu den Grundvoraussetzungen, zur Bonitätsprüfung und zu den benötigten Unterlagen. So können Sie sich optimal auf Ihren Kreditantrag vorbereiten.
Viele Menschen verzichten auf einen Kredit, weil sie unsicher sind, ob sie die nötigen Voraussetzungen erfüllen. Dabei sind die Anforderungen oft weniger streng als gedacht. Mit dem richtigen Wissen und einer guten Vorbereitung stehen Ihre Chancen auf eine Kreditzusage sehr gut.
Die Grundvoraussetzungen für einen Kredit
Für einen Kredit bei einer deutschen Bank müssen Sie einige grundlegende Voraussetzungen erfüllen. Diese gelten unabhängig davon, ob Sie einen Ratenkredit, Autokredit oder einen anderen Kredittyp beantragen möchten.
1
Volljährigkeit: Sie müssen mindestens 18 Jahre alt sein, um einen Kreditvertrag abzuschließen
2
Wohnsitz in Deutschland: Sie benötigen einen festen Wohnsitz in Deutschland mit gültiger Meldeadresse
3
Deutsches Bankkonto: Die Kreditauszahlung und Ratenzahlung erfolgt über ein deutsches Girokonto
4
Regelmäßiges Einkommen: Sie müssen ein nachweisbares, regelmäßiges Einkommen haben
Anforderungen an das Arbeitsverhältnis
Die meisten Banken stellen bestimmte Anforderungen an Ihr Arbeitsverhältnis. Ein unbefristeter Arbeitsvertrag ist dabei ideal, aber nicht immer zwingend erforderlich. Wichtig ist, dass Sie ein stabiles Einkommen nachweisen können.
In der Regel sollten Sie sich nicht mehr in der Probezeit befinden und mindestens drei bis sechs Monate bei Ihrem aktuellen Arbeitgeber beschäftigt sein. Je länger Ihre Betriebszugehörigkeit, desto besser werden Ihre Chancen auf gute Kreditkonditionen bewertet. Arbeitnehmer mit befristeten Verträgen können ebenfalls Kredite erhalten, wenn die Laufzeit des Kredits die Befristung nicht überschreitet oder andere positive Faktoren vorliegen.
Bonität und SCHUFA: Was bedeutet das für Ihren Kredit?
Die Bonität beschreibt Ihre Kreditwürdigkeit und ist einer der wichtigsten Faktoren bei der Kreditvergabe. Banken prüfen Ihre Bonität, um einzuschätzen, wie wahrscheinlich es ist, dass Sie den Kredit wie vereinbart zurückzahlen werden. Je besser Ihre Bonität, desto günstiger sind in der Regel die Zinsen.
Was ist die SCHUFA?
Die SCHUFA (Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung) ist die größte Auskunftei in Deutschland. Sie sammelt Daten über Ihre bisherigen Kreditgeschäfte und bewertet daraus Ihre Zahlungsmoral. Bei jeder Kreditanfrage holt die Bank eine SCHUFA-Auskunft ein.
Wichtig zu verstehen: Es gibt zwei Arten von SCHUFA-Einträgen. Positive Einträge entstehen, wenn Sie Verträge ordnungsgemäß erfüllen, also beispielsweise Ihre Kreditraten pünktlich zahlen. Negative Einträge werden vermerkt, wenn es zu Zahlungsausfällen, Mahnverfahren oder Insolvenzen kommt. Bereits ein negativer Eintrag kann Ihre Kreditchancen erheblich beeinträchtigen.
Der SCHUFA-Score erklärt
Ihr SCHUFA-Score ist ein Wert zwischen 0 und 100, der Ihre Kreditwürdigkeit zusammenfasst. Je höher der Score, desto besser wird Ihre Bonität eingeschätzt. Ein Score über 95 gilt als sehr gut, Werte unter 90 können bereits zu Schwierigkeiten bei der Kreditvergabe führen. Mehr über Ihren SCHUFA-Score bei score.info.
Der Score berechnet sich aus verschiedenen Faktoren: Ihrer Zahlungshistorie, der Anzahl und Art Ihrer Konten und Kredite, der Dauer Ihrer Kredithistorie und aktuellen Anfragen. Sie haben einmal im Jahr Anspruch auf eine kostenlose SCHUFA-Selbstauskunft, die Sie unter meineschufa.de anfordern können.
Konditionsanfrage vs. Kreditanfrage
Ein wichtiger Unterschied, den viele nicht kennen: Eine Konditionsanfrage (wie sie bei unserem Kreditvergleich erfolgt) ist schufaneutral. Sie wird zwar vermerkt, beeinflusst aber Ihren Score nicht negativ. Erst wenn Sie einen verbindlichen Kreditantrag stellen, wird eine Kreditanfrage eingetragen, die andere Banken sehen können.
Deshalb ist es sinnvoll, zunächst Konditionen zu vergleichen, bevor Sie einen konkreten Antrag stellen. So vermeiden Sie mehrere Kreditanfragen, die Ihren Score negativ beeinflussen könnten.
Einkommensnachweis und Gehalt
Das Einkommen ist neben der SCHUFA der zweite zentrale Faktor bei der Kreditvergabe. Banken möchten sicherstellen, dass Sie die monatlichen Raten aus Ihrem laufenden Einkommen bezahlen können, ohne in finanzielle Schwierigkeiten zu geraten.
Welches Einkommen wird akzeptiert?
Grundsätzlich akzeptieren Banken verschiedene Einkommensarten als Basis für einen Kredit. Das klassische Gehalt aus einem Angestelltenverhältnis ist am einfachsten nachzuweisen. Aber auch andere Einkommensquellen können berücksichtigt werden.
Akzeptierte Einkommensarten sind in der Regel: Gehalt aus Anstellung, Beamtenbezüge, Renten und Pensionen, Einkommen aus selbstständiger Tätigkeit, Mieteinnahmen und in manchen Fällen auch Unterhaltszahlungen. Nicht berücksichtigt werden in der Regel Kindergeld, Wohngeld oder andere staatliche Transferleistungen als alleiniges Einkommen.
Haushaltsrechnung: Was bleibt übrig?
Banken prüfen nicht nur Ihr Bruttoeinkommen, sondern erstellen eine Haushaltsrechnung. Dabei werden von Ihrem Nettoeinkommen alle regelmäßigen Ausgaben abgezogen: Miete, Nebenkosten, bestehende Kreditraten, Versicherungen und Lebenshaltungskosten. Der verbleibende Betrag ist Ihr frei verfügbares Einkommen.
Die monatliche Kreditrate sollte maximal 30 bis 40 Prozent dieses frei verfügbaren Einkommens betragen. So stellen Sie sicher, dass Sie auch bei unvorhergesehenen Ausgaben nicht in Zahlungsschwierigkeiten geraten. Viele Banken arbeiten mit Pauschalen für Lebenshaltungskosten, die je nach Haushaltsgröße variieren.
Kein festes Mindesteinkommen
Ein gesetzlich festgelegtes Mindesteinkommen für Kredite gibt es nicht. Entscheidend ist, dass nach Abzug aller Fixkosten genug Geld für die Kreditrate übrig bleibt. Theoretisch können Sie also auch mit einem geringen Einkommen einen kleinen Kredit aufnehmen, wenn Ihre Ausgaben entsprechend niedrig sind.
In der Praxis setzen manche Banken interne Mindestgrenzen. Für einen Sofortkredit oder Online-Kredit liegt diese oft bei etwa 1.000 bis 1.200 Euro Nettoeinkommen. Bei höheren Kreditsummen oder längeren Laufzeiten steigen die Anforderungen entsprechend.
Welche Unterlagen brauche ich für den Kreditantrag?
Um Ihren Kreditantrag möglichst schnell bearbeiten zu können, sollten Sie alle erforderlichen Unterlagen bereithalten. Die genauen Anforderungen können je nach Bank und Kreditsumme variieren, aber es gibt einen Standardsatz an Dokumenten, der fast immer benötigt wird.
Standardunterlagen für Arbeitnehmer
Als Arbeitnehmer benötigen Sie in der Regel folgende Unterlagen:
1
Personalausweis oder Reisepass: Gültiges Ausweisdokument zur Identitätsprüfung
2
Gehaltsnachweise: Die letzten 2 bis 3 Gehaltsabrechnungen
3
Kontoauszüge: Auszüge der letzten 4 bis 8 Wochen
4
Arbeitsvertrag: Bei befristeten Verträgen oder auf Anfrage
Zusätzliche Unterlagen für Selbstständige
Selbstständige und Freiberufler müssen ihr Einkommen ausführlicher dokumentieren. Statt Gehaltsabrechnungen werden hier andere Nachweise verlangt:
Einkommensteuerbescheide der letzten zwei bis drei Jahre, aktuelle betriebswirtschaftliche Auswertungen (BWA), Einnahmen-Überschuss-Rechnung oder Bilanz, Gewerbeanmeldung oder Nachweis der freiberuflichen Tätigkeit und bei Kapitalgesellschaften zusätzlich der Gesellschaftervertrag und Handelsregisterauszug.
Unterlagen für spezielle Kreditarten
Bei zweckgebundenen Krediten können weitere Unterlagen erforderlich sein. Für einen Autokredit benötigen Sie beispielsweise den Kaufvertrag oder ein verbindliches Angebot des Händlers. Bei einer Umschuldung werden die Vertragsunterlagen der abzulösenden Kredite benötigt. Für einen Wohnkredit sind gegebenenfalls Kostenvoranschläge für geplante Renovierungen hilfreich.
Kredit trotz negativer SCHUFA
Negative SCHUFA-Einträge müssen nicht das Ende Ihrer Kreditwünsche bedeuten. Es gibt verschiedene Möglichkeiten, auch mit eingeschränkter Bonität einen Kredit zu erhalten. Allerdings sollten Sie hier besonders vorsichtig sein und unseriöse Angebote meiden.
SCHUFA-Einträge prüfen und korrigieren
Bevor Sie einen Kredit trotz SCHUFA suchen, sollten Sie Ihre SCHUFA-Daten prüfen. Holen Sie eine kostenlose Selbstauskunft ein und überprüfen Sie alle Einträge. Fehlerhafte oder veraltete Einträge können Sie kostenlos löschen lassen. Daten zu Ihrem Score prüfen.
SCHUFA-Einträge werden nach bestimmten Fristen automatisch gelöscht. Bezahlte Kredite verschwinden nach drei Jahren, Mahnbescheide nach Bezahlung ebenfalls nach drei Jahren. Wenn Sie ausstehende Forderungen begleichen, sollten Sie die Löschung aktiv veranlassen und überprüfen.
Seriöse Anbieter für Kredite trotz SCHUFA
Es gibt spezialisierte Anbieter, die auch bei negativer SCHUFA Kredite vergeben. Diese sogenannten Schweizer Kredite oder schufafreien Kredite haben allerdings einige Besonderheiten:
Die Zinsen sind deutlich höher als bei normalen Krediten, oft über 10 Prozent effektiver Jahreszins. Die verfügbaren Summen sind begrenzt, meist auf 3.500 bis 7.500 Euro. Die Konditionen sind festgelegt und nicht verhandelbar. Trotzdem müssen Sie andere Bonitätskriterien erfüllen, wie ein ausreichendes Einkommen und ein unbefristetes Arbeitsverhältnis.
Warnung vor unseriösen Angeboten
Im Bereich der Kredite ohne SCHUFA gibt es leider viele unseriöse Anbieter. Seien Sie besonders misstrauisch bei folgenden Warnsignalen:
Vorkosten vor der Kreditzusage sind ein klares Warnsignal. Seriöse Anbieter verlangen niemals Gebühren im Voraus. Unrealistische Versprechungen wie garantierte Zusagen ohne Bonitätsprüfung sollten Sie ebenfalls skeptisch machen. Druck zu schnellen Entscheidungen oder Hausbesuche von Vermittlern sind weitere Warnzeichen. Im Zweifel sollten Sie von solchen Angeboten Abstand nehmen.
Kredit für besondere Personengruppen
Nicht jeder hat ein klassisches Angestelltenverhältnis. Auch Selbstständige, Rentner, Studenten oder Menschen in besonderen Lebenssituationen können unter bestimmten Voraussetzungen Kredite erhalten.
Kredit für Selbstständige und Freiberufler
Selbstständige haben es bei der Kreditaufnahme oft schwerer als Angestellte. Das liegt daran, dass ihr Einkommen schwankend sein kann und schwerer zu prognostizieren ist. Dennoch ist ein Kredit möglich, wenn Sie Ihre Einkommenssituation nachvollziehbar dokumentieren können.
Wichtig sind stabile Einnahmen über einen längeren Zeitraum. Die meisten Banken verlangen, dass Sie mindestens zwei bis drei Jahre selbstständig tätig sind. Je länger Sie erfolgreich selbstständig sind und je stabiler Ihre Einnahmen, desto besser sind Ihre Chancen. Ein zweiter Kreditnehmer mit festem Einkommen kann die Chancen zusätzlich verbessern.
Kredit für Rentner
Rentner verfügen über ein regelmäßiges Einkommen in Form ihrer Rente, was grundsätzlich eine gute Voraussetzung für einen Kredit ist. Allerdings gibt es bei den meisten Banken Altersgrenzen. Oft muss der Kredit bis zum 75. oder 80. Lebensjahr vollständig zurückgezahlt sein.
Die Kreditsummen und Laufzeiten sind für Rentner oft begrenzt. Manche Banken verlangen eine Restschuldversicherung oder einen jüngeren Mitantragsteller. Mit einer guten Rente und ohne negative SCHUFA-Einträge stehen die Chancen auf einen Kredit aber gut.
Kredit für Studenten und Auszubildende
Studenten und Auszubildende haben es schwer, einen klassischen Ratenkredit zu bekommen, da sie oft kein oder nur ein geringes Einkommen haben. Spezielle Studienkredite oder Bildungskredite der KfW sind hier bessere Alternativen.
Kleine Konsumkredite sind manchmal mit einem Bürgen möglich. Auch Dispokredite auf dem Studentenkonto können eine kurzfristige Lösung sein, sind aber wegen der hohen Zinsen nur für kurze Zeiträume empfehlenswert.
Kredit in der Probezeit
Während der Probezeit ist ein Kredit schwierig, da das Arbeitsverhältnis noch nicht gefestigt ist und kurzfristig gekündigt werden kann. Die meisten Banken lehnen Kreditanträge in dieser Phase ab oder verlangen zusätzliche Sicherheiten.
Wenn Sie in der Probezeit dringend einen Kredit benötigen, können ein Bürge, ein zweiter Kreditnehmer oder Sicherheiten wie ein Auto oder Sparguthaben helfen. Alternativ warten Sie, bis die Probezeit abgelaufen ist, und beantragen den Kredit dann.
Tipps: So verbessern Sie Ihre Kreditchancen
Mit einigen Maßnahmen können Sie Ihre Chancen auf einen Kredit und auf gute Konditionen deutlich verbessern. Diese Tipps helfen Ihnen dabei, sich optimal auf den Kreditantrag vorzubereiten und die bestmöglichen Konditionen zu erhalten.
SCHUFA-Score verbessern
Zahlen Sie alle Rechnungen pünktlich und vermeiden Sie Mahnungen. Kündigen Sie ungenutzte Kreditkarten und Girokonten, da zu viele Konten negativ bewertet werden können. Vermeiden Sie häufige Wohnungswechsel und Kontowechsel. Nutzen Sie Ihren Dispositionskredit möglichst selten und nur kurzzeitig.
Ein weiterer wichtiger Punkt: Stellen Sie nicht zu viele Kreditanfragen in kurzer Zeit. Mehrere Kreditanfragen können von der SCHUFA als Zeichen finanzieller Schwierigkeiten gewertet werden. Nutzen Sie stattdessen schufaneutrale Konditionsanfragen über Vergleichsportale.
Bestehende Schulden reduzieren
Je weniger Verbindlichkeiten Sie haben, desto besser. Zahlen Sie bestehende Kredite oder den Dispo möglichst ab, bevor Sie einen neuen Kredit beantragen. Auch eine Umschuldung kann sinnvoll sein, um mehrere Kredite zusammenzufassen und die monatliche Belastung zu senken.
Besonders teuer sind Dispokredite mit Zinsen von oft über 10 Prozent. Wenn Sie regelmäßig im Dispo sind, lohnt sich fast immer eine Umschuldung in einen günstigeren Ratenkredit. So sparen Sie Zinsen und haben eine klare Tilgungsstruktur mit einem festen Ende der Schulden.
Zweiter Kreditnehmer oder Bürge
Ein zweiter Kreditnehmer mit gutem Einkommen verbessert Ihre Chancen erheblich. Bei Paaren ist es oft sinnvoll, den Kredit gemeinsam aufzunehmen. Das erhöht das anrechenbare Haushaltseinkommen und reduziert das Risiko für die Bank. Alternativ kann ein Bürge die Rückzahlung absichern, was besonders bei schwächerer Bonität hilfreich sein kann.
Wichtig: Als Bürge oder zweiter Kreditnehmer haftet man vollständig für den Kredit. Diese Entscheidung sollte also gut überlegt sein. Bei Zahlungsausfällen kann die Bank sich an jeden der Kreditnehmer oder den Bürgen wenden.
Realistische Kreditsumme wählen
Beantragen Sie nicht mehr Geld als nötig und wählen Sie eine Laufzeit, bei der die monatliche Rate für Sie gut tragbar ist. Eine zu hohe Kreditsumme oder zu kurze Laufzeit führt zu hohen Raten, die Ihre Haushaltsrechnung belasten und die Kreditgenehmigung erschweren können.
Machen Sie vor dem Kreditantrag eine ehrliche Bestandsaufnahme Ihrer Finanzen. Listen Sie alle Einnahmen und Ausgaben auf und berechnen Sie, wie viel Sie monatlich für eine Kreditrate aufbringen können. Planen Sie einen Puffer für unvorhergesehene Ausgaben ein. So vermeiden Sie finanzielle Engpässe während der Kreditlaufzeit.
Den richtigen Zeitpunkt wählen
Der Zeitpunkt Ihres Kreditantrags kann entscheidend sein. Beantragen Sie keinen Kredit während der Probezeit oder kurz nach einem Jobwechsel. Warten Sie, bis Sie mindestens drei bis sechs Monate bei Ihrem neuen Arbeitgeber beschäftigt sind. Auch nach einer überstandenen Krankheit oder anderen Umbruchphasen ist es sinnvoll, etwas zu warten.
Wenn Sie wissen, dass Sie in naher Zukunft einen Kredit benötigen
Wenn Sie wissen, dass Sie in naher Zukunft einen Kredit benötigen, beispielsweise für ein Auto oder eine größere Anschaffung, beginnen Sie frühzeitig mit der Vorbereitung. Prüfen Sie Ihre SCHUFA, sammeln Sie Unterlagen und vergleichen Sie Konditionen. So sind Sie bereit, wenn der richtige Moment gekommen ist.
Alternative: Privatkredit von Mensch zu Mensch
Neben klassischen Bankkrediten gibt es auch die Möglichkeit, einen Kredit von Privatpersonen aufzunehmen. Über spezielle Plattformen können Kreditnehmer und private Anleger zusammengebracht werden. Diese Form der Finanzierung hat einige Besonderheiten.
Wie funktionieren Privatkredite?
Bei einem Privatkredit stellen Sie Ihr Kreditgesuch auf einer Plattform ein und beschreiben, wofür Sie das Geld benötigen. Private Anleger können dann in Ihr Projekt investieren und erhalten dafür Zinsen. Die Plattform übernimmt die Abwicklung und oft auch eine Bonitätsprüfung.
Der Vorteil: Bei Privatkrediten zählt oft nicht nur die reine Bonität, sondern auch die persönliche Geschichte und der Verwendungszweck. Menschen mit einem nachvollziehbaren Projekt haben manchmal bessere Chancen als bei einer Bank. Allerdings sind die Zinsen bei schwacher Bonität auch hier höher.
Kredit von Familie oder Freunden
Die einfachste Form des Privatkredits ist ein Darlehen von Familie oder Freunden. Hier gibt es keine formalen Voraussetzungen wie bei einer Bank. Allerdings sollten Sie auch bei solchen Krediten einen schriftlichen Vertrag aufsetzen, um spätere Missverständnisse zu vermeiden.
Regeln Sie Kreditsumme, Zinsen (auch null Prozent ist möglich), Laufzeit und Rückzahlungsmodalitäten schriftlich. So schützen Sie die Beziehung und haben beide Seiten klare Vereinbarungen. Bedenken Sie auch steuerliche Aspekte bei zinslosen oder sehr zinsgünstigen Darlehen.
So bereiten Sie sich auf den Kreditantrag vor
Mit einer guten Vorbereitung erhöhen Sie Ihre Chancen auf eine schnelle Kreditzusage zu guten Konditionen. Folgen Sie dieser Schritt-für-Schritt-Anleitung:
Ihre Schritt-für-Schritt-Anleitung
1
Voraussetzungen prüfen
Prüfen Sie, ob Sie die Grundvoraussetzungen wie Volljährigkeit, Wohnsitz in Deutschland und regelmäßiges Einkommen erfüllen. <a href="https://score.info" target="_blank" rel="noopener">Prüfen Sie Ihren SCHUFA-Score</a>.
2
Unterlagen sammeln
Halten Sie Personalausweis, Gehaltsnachweise und Kontoauszüge bereit.
3
SCHUFA prüfen
Holen Sie eine kostenlose Selbstauskunft ein und prüfen Sie auf fehlerhafte Einträge.
4
Kredite vergleichen
Nutzen Sie unseren schufaneutralen Kreditvergleich für die besten Konditionen.
5
Antrag stellen
Füllen Sie den Online-Antrag aus und laden Sie Ihre Unterlagen hoch.
Häufig gestellte Fragen zu Kredit Voraussetzungen
Hier finden Sie Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die Voraussetzungen für einen Kredit.
Sie müssen mindestens 18 Jahre alt sein, einen festen Wohnsitz in Deutschland haben, über ein deutsches Bankkonto verfügen und ein regelmäßiges Einkommen nachweisen können. Bei den meisten Banken sollten Sie nicht mehr in der Probezeit sein.
Ohne jegliches Einkommen ist ein Kredit sehr schwierig. Allerdings gibt es Möglichkeiten wie einen zweiten Kreditnehmer, einen Bürgen oder alternative Sicherheiten. Auch Rentner, Selbstständige und Freiberufler können unter bestimmten Voraussetzungen Kredite erhalten.
Die SCHUFA-Auskunft ist ein wichtiger Faktor bei der Bonitätsprüfung. Negative Einträge können die Kreditvergabe erschweren oder zu höheren Zinsen führen. Eine Konditionsanfrage über unseren Vergleich ist jedoch schufaneutral und beeinflusst Ihren Score nicht. Mehr über Ihren SCHUFA-Score erfahren.
In der Regel benötigen Sie einen gültigen Personalausweis, die letzten zwei bis drei Gehaltsnachweise, aktuelle Kontoauszüge und gegebenenfalls Ihren Arbeitsvertrag. Selbstständige müssen zusätzlich Steuerbescheide und BWA vorlegen.
Bei negativen SCHUFA-Einträgen wird es schwieriger, aber nicht unmöglich. Spezialisierte Anbieter vergeben auch Kredite trotz SCHUFA, allerdings zu höheren Zinsen. Prüfen Sie zunächst, ob veraltete Einträge gelöscht werden können.
Zahlen Sie Rechnungen pünktlich, reduzieren Sie bestehende Verbindlichkeiten, kündigen Sie ungenutzte Kreditkarten und Konten. Ein zweiter Kreditnehmer oder längere Betriebszugehörigkeit verbessern ebenfalls Ihre Chancen.
Ein festes Mindesteinkommen gibt es nicht, aber das Einkommen muss ausreichen, um die monatliche Rate nach Abzug aller Fixkosten zu tragen. Als Faustregel gilt: Die Kreditrate sollte maximal 30 bis 40 Prozent des frei verfügbaren Einkommens betragen.
Ja, Rentner können Kredite aufnehmen. Die Rente gilt als regelmäßiges Einkommen. Allerdings gibt es oft Altersgrenzen, und die Laufzeit kann begrenzt sein. Manche Banken verlangen eine Restschuldversicherung oder einen jüngeren Mitantragsteller.
Wenn Sie die Voraussetzungen nicht erfüllen, gibt es Alternativen: einen zweiten Kreditnehmer hinzunehmen, einen Bürgen stellen, Sicherheiten anbieten oder spezialisierte Anbieter für Kredite trotz erschwerter Bedingungen nutzen.
Die Bonitätsprüfung dauert bei Online-Krediten oft nur wenige Minuten bis Stunden. Eine Sofortzusage ist bei vielen Anbietern möglich. Die endgültige Zusage erfolgt nach Prüfung aller Unterlagen, meist innerhalb von 1 bis 3 Werktagen.
Jetzt Kredit vergleichen
Prüfen Sie Ihre Kreditchancen mit unserem kostenlosen und schufaneutralen Vergleich.
Diese Website verwendet nur technisch notwendige Cookies, die für den Betrieb der Seite erforderlich sind. Es werden keine Tracking- oder Werbe-Cookies gesetzt.